Die Anlage

Sieben Bauten und die Gärten auf dem Hooge Ackern in Wallsbüll. Zu jedem Haus nennen wir Fläche, Material und Vorbild, und wo wir vom Befund abweichen.

Das Langhaus von der Seite: senkrechte Eichenbohlen, graues Schindeldach aus Lärche

Langhaus

Schiffsförmig gebaut, mit Schlafpodesten und zwei Feuerstellen zum Kochen und Heizen. Die Möbel sind aus Naturmaterialien gefertigt. Das Langhaus dient auch für Workshops und Seminare.

Fläche
ca. 105 m²
Wände
massive Eichenbohlen
Dach
Lärchenschindeln
Grundlage
schiffsförmiger Grundriss
Das Hedeby-Haus mit lehmverputzten Wänden, Eichenständern und Schindeldach

Hedeby-Haus

Drei Bereiche: Lager für den Garten, Wohnraum und Kochstätte, dazu ein Dachboden. Hier trocknen die Kräuter aus dem Garten nebenan.

Fläche
36 m²
Wände
Eiche, mit Lehm verputzt
Dach
Lärchenschindeln
Grundlage
Grundriss eines Hauses aus Haithabu
Die Lederwerkstatt: Bohlenwand mit schrägen Stützen, Dach mit Gras und Sedum bewachsen

Lederwerkstatt

Werkstatt und Wohnbereich unter einem Dach, mit Schlafpodest.

Fläche
24 m²
Wände
Eichenbohlen, innen Lehmputz
Dach
Gras und Sedum
Grundlage
Werkstatt mit Wohnbereich
Die Holzwerkstatt mit hellem Lehmputz, Eichenständern und Holztür

Holzwerkstatt

Aufgebaut wie die Lederwerkstatt: Werkstatt, Wohnbereich und Schlafpodest.

Fläche
26 m²
Wände
Eichenbohlen, außen Lehmputz
Dach
Gras und Sedum
Grundlage
Werkstatt mit Wohnbereich
Zwei Grubenhäuser mit tief heruntergezogenen Reetdächern, im Hintergrund die Lederwerkstatt

Grubenhaus: Textilwerkstatt

Mit Schlafpodest, Gewichtswebstuhl und einem kleinen Ofen für die Herstellung von Glasperlen.

Fläche
16 m²
Wände
Eichenstämme
Dach
Reet
Grundlage
als Frauenprojekt im Verein entstanden
Giebel des Töpferei-Grubenhauses: lehmverputztes Flechtwerk unter einem Reetdach

Grubenhaus: Töpferei

Wohn- und Arbeitsplatz unserer Töpferin, mit zwei Schlafpodesten und einem kleinen Glasperlenofen.

Fläche
16 m²
Wände
Flechtwerk mit Lehmputz
Dach
Reet
Grundlage
Zeitstellung um 650 n. Chr.
Der offene Unterstand: Dach auf rohen Stämmen, darunter Tische und eine gemauerte Kochstelle

Unterstand mit Kochstelle

Einen solchen Unterstand hat es auf einem wikingerzeitlichen Hof so wohl nicht gegeben. Wir sagen das offen: Er ist unser Ort zum Kochen, Essen und gemeinsamen Arbeiten.

Fläche
72 m²
Wände
keine, offene Pfostenkonstruktion
Dach
Holz
Grundlage
kein Befund, bewusstes Zugeständnis

Die Gärten

Küchengarten

Hier wachsen Nahrungspflanzen, die in der Wikingerzeit genutzt wurden. Trockene Frühjahre haben in den letzten Jahren oft zu Ausfällen geführt, deshalb ist der Küchengarten mehr und mehr zu einem insektenfreundlichen Kräutergarten geworden.

  • Meerkohl und Ewiger Kohl
  • Rote Melde
  • Meerrettich
  • Rüben
  • Saubohnen und Erbsen
  • Gurken
  • Zwiebeln, Knoblauch und Lauch
Hochbeete mit Königskerzen und gelb blühendem Johanniskraut vor dem Palisadenzaun

Kräutergarten

Die Kräuter kommen mit Trockenheit gut zurecht und bieten vielen Insekten Nahrung. Geerntet wird für Küche, Tee und Salben, getrocknet im Hedeby-Haus nebenan.

Johanniskraut
Öl aus den Blüten für Wunden und Verbrennungen
Königskerze
Blüten für den Hustentee
Kümmel
würzt Kohlgerichte
Bärlauch
im Frühjahr für Kräuterquark und Butterbrot
Waldmeister
hält Motten aus den Gewandungen fern
Beinwell
Salbe aus der Wurzel für Knochen und Gelenke
Kardendistel
zum Kämmen von Wolle
Wermut
bitterer Tee für die Verdauung
Walderdbeere
kleine aromatische Früchte
Dill
würzt Fisch

Gebaut von Ehrenamtlichen

Valsgaard e.V. wurde 2009 gegründet. Alles hier beruht auf der Freizeit unserer Mitglieder und Unterstützer: bauen, pflegen, beleben.

Hände formen Teigstränge auf einem Holztisch, daneben Schalen mit Zutaten; die Frau trägt Schalenfibeln und eine Perlenkette